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24 Stunden vom Nürburgring Qualifiers

Sport

Die Qualifiers für das 24h-Rennen 2026 auf dem Nürburgring waren geprägt von spannenden GT3-Duellen, einem schweren Unfall mit Rennabbruch im ersten Rennen und einem starken Sieg von Audi im zweiten Rennen. Das Wochenende lieferte damit bereits einen intensiven Vorgeschmack auf das kommende 24h-Rennen.

Vom 17.04. bis 19.04.2026 fanden die Qualifiers für das 24h-Rennen auf dem Nürburgring statt. Das Wochenende bestand aus einem Training am Freitag, 17.04.2026, von 12:15 bis 14:45 Uhr, dem ersten Qualifying für das erste 4h-Rennen am Samstag, 18.04.2026, von 08:30 bis 10:00 Uhr, dem ersten 4h-Rennen am Samstag ab 17:30 Uhr, dem zweiten Qualifying für das zweite 4h-Rennen am Sonntag, 19.04.2026, von 08:15 bis 11:40 Uhr und dem zweiten 4h-Rennen am Sonntag um 13:00 Uhr.


Im ersten Qualifying sicherte sich David Jahn im BMW M4 GT3 Evo #23 für GAMOTA BMW mit einer Zeit von 8:09.488 die Pole-Position. Das Rennen wurde um 17:30 Uhr gestartet und begann zunächst regulär sowie ohne größere Zwischenfälle. Bereits in den ersten Minuten wurde intensiv um Positionen gekämpft, insbesondere im dicht besetzten Mittelfeld. Nach rund 30 Minuten, gegen 18:00 Uhr, wurde das Rennen jedoch nach einem schweren Massenunfall im Abschnitt Klostertal mit insgesamt sieben beteiligten Fahrzeugen mit der Roten Flagge unterbrochen. Dabei kam der Fahrer Juha Miettinen tragischerweise ums Leben. Mehrere weitere Fahrer wurden verletzt, befanden sich jedoch nicht in lebensbedrohlichem Zustand. Das Rennen wurde anschließend nicht wieder aufgenommen.


Die Pole-Position im zweiten Qualifying sicherte sich Thierry Vermeulen im Ferrari 296 GT3 Evo26 #45 für Kondo-Ferrari mit einer Zeit von 8:10.275. Vor dem Rennen wurde eine Schweigeminute für Juha Miettinen gehalten. Schon der Start um 13:00 Uhr verlief extrem intensiv. Direkt an der Spitze entwickelte sich ein packender Dreikampf zwischen Ferrari, Audi und Mercedes-AMG. Der Ferrari 296 GT3 übernahm zunächst die Führung, doch der Druck kam sofort von hinten. Christopher Haase im Audi R8 LMS GT3 evo II setzte früh Attacken. Auch Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 mischte sofort vorne mit und arbeitete sich schnell nach vorne. Bereits in den ersten Rennminuten war klar, dass es ein enges Rennen ohne klare Dominanz wird.


Ein Highlight war das Duell zwischen Max Verstappen und Christopher Haase. Beide lieferten sich über mehrere Runden harte Positionskämpfe. Verstappen übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung und fuhr eine starke Bestzeit von 8:10.453 Minuten, was die Pace im Spitzenfeld unterstrich. Für das Mercedes-AMG-Team von Verstappen kam der große Rückschlag im Rennen, ein technischer Defekt im Frontbereich, was zu einem längeren Boxenstopp führte und zu viel verlorene Zeit, was sie aus dem Kampf um den Sieg nahm. Während Mercedes zurückfiel, stabilisierte sich Audi im Spitzenkampf. Besonders Christopher Haase hielt das Tempo konstant hoch und brachte den Audi schließlich in eine sehr starke Ausgangsposition für den Sieg. Auch Ferrari blieb lange im Spiel, konnte aber das finale Renntempo nicht ganz mitgehen. Am Ende setzte sich Audi in einem intensiven und taktisch geprägten Rennen durch. Der Kampf an der Spitze blieb bis in die Schlussphase eng, aber die bessere Konstanz und weniger Fehler gaben den Ausschlag. Mercedes verlor durch den Defekt den Anschluss, während Ferrari und BMW ebenfalls solide, aber nicht siegesfähig unterwegs waren.


Am Ende gewannen Christopher Haase, Ben Green, und Alexander Sims im #16 Audi R8 LMS GT3 für Audi Team Scherer-Phoenix.

Die Qualifiers dienten den Teams jedoch nicht nur als eigenständige Rennen, sondern vor allem als wichtige Vorbereitung für das eigentliche 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Besonders das wechselhafte Verhalten der Strecke, die hohe Belastung für Material und Fahrer sowie der dichte Verkehr auf der Nordschleife lieferten den Teams wichtige Erkenntnisse für das Hauptevent. Vor allem Audi Team Scherer-Phoenix konnte mit dem Sieg im zweiten Rennen ein deutliches Zeichen setzen und zählt nun zu den Favoriten für das 24h-Rennen. Auch Ferrari überzeugte mit starker Pace über längere Stints, während Mercedes-AMG trotz des technischen Defekts zeigte, dass sie im Kampf um die Spitze mitfahren können.


Die Qualifiers zeigten bereits, wie eng das Feld 2026 zusammenliegt. Für das eigentliche 24h-Rennen wird daher ein intensiver Kampf um den Gesamtsieg erwartet, bei dem neben Geschwindigkeit vor allem Konstanz, Strategie und Zuverlässigkeit entscheidend sein werden.

Levin
11. Mai 2026
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